Inklusion im Unternehmen: Praktische Tipps für HR, Recruiting & Führungskräfte // Sven Nagelsdiek

Shownotes

Gast: Sven Nagelsdiek LinkedIn Website afb-Group

**Host: Volker Michels ** Website LinkedIn Instagram Facebook

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00:00:00: Inklusion ist dann gelungen, wenn wir nicht mehr darüber sprechen müssen.

00:00:04: Das für viele Unternehmen ist es ja immer noch ungewohnt, nicht neu aber ungewohnt.

00:00:09: Aber was sind die echten Vorteile das man machen sollte?

00:00:12: Also wenn ein Mensch mit einer Behinderung neu anfängt, einer ohne egal welcher Bereich, die werden den ersten Tag immer gemeinsam verbringen und da baut man auch vielleicht schon die ersten Berührungsängste ab.

00:00:23: Inklusion tut nicht weh!

00:00:29: Herzlich willkommen zu HR Talk der Volker Michels, ein Podcast über Menschen, Karrieren und Zukunft.

00:00:35: Mein Name ist Volker michels.

00:00:36: ich bin Personalberater und begleite Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung.

00:00:41: Heute sprechen wir über das Thema dass für viele Unternehmen noch ungewohnt ist aber immer mehr an Bedeutung gewinnt.

00:00:48: Inklusion im Arbeitsleben Wie gelingt es Menschen mit Beeinträchtigung erfolgreichem Unternehmen zu integrieren?

00:00:57: Was bedeutet Inklusion konkret im Recruiting, im Onboarding oder im Arbeitsalltag?

00:01:04: Und warum lohnt es sich für Unternehmen nicht nur den Verwaltungsaufwand zu sehen sondern menschlich zur Handeln und zu denken.

00:01:14: Mein heutiger Gast ist Sven Nagelstieg Inklusionsbeauftragter bei der AFB Group in Etlingen.

00:01:23: Die AFB Gruppe ist Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen und steht für Social and Green IT.

00:01:33: Rund die Hälfte der Mitarbeitenden bei AFB sind Menschen mit Behinderung, und AFB verbindet wirtschaftlichen Erfolg.

00:01:49: Es wäre schön, dass du heute hier bist.

00:01:51: Ja

00:01:51: vielen Dank für die Einladung!

00:01:52: Ich freue mich sehr, hier zu sein.

00:01:54: Was macht ihr?

00:01:55: Für was steht ihr?

00:01:56: Wie kommt das alles zustande?

00:01:57: Erzähl doch mal bitte.

00:01:58: Die AFB Social and Green IT steht dafür, dass wir als Inklusionsunternehmen qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten.

00:02:08: und eine der Dienstleistung, die wir machen ist eben die zertifizierte Datenlöschung.

00:02:12: Und wieder Aufbereitung von Notebooks und PCs und Monitoren.

00:02:19: Das sind dann solche Shops wo man die gebrauchten Notebooks zum Beispiel kaufen kann als Privatperson oder vielleicht auch als Kleinunternehmer.

00:02:28: Die Notebooks bekommen wir von großen Firmen in Deutschland.

00:02:31: Kriegen wir zur Verfügung gestellt beziehungsweise da gibt es verschiedenste Verträge, dass wir die Notebooks...die ganzen IT-Assets was sie haben abholen mit unserem eigenen Fuhrpark machen dann den wahren Eingang, machen die Datenlöschung und schauen dann welche dieser Geräte können wir wieder aufarbeiten und damit dementsprechend auch wieder verkaufen?

00:02:56: wenn man so eure Website anschaut, dann ist es ja so dass ihr auch sehr viele Stellen ausgeschrieben habt.

00:03:04: Ihr sucht Leute, ihr bildet doch

00:03:07: aus

00:03:09: bringt das doch mal zusammen mit dem Thema Inklusion.

00:03:12: Wir haben eingangs schon gesagt ungefähr die Hälfte der Menschen die bei euch arbeiten haben eine Beinnerung.

00:03:19: wie funktioniert da das Recruiting und wenn die Menschen integriert in diesen Arbeitsalltag?

00:03:26: Also für uns ist es wichtig, dass wir keinen Unterschied machen.

00:03:28: In erster Linie ob jemand eine Behinderung hat oder eben auch nicht.

00:03:32: bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt und jeder kann Dinge leisten auf dem Arbeitsmarkt und das ist für uns wichtig der Hintergedanke, den wir immer haben.

00:03:43: Wenn wir auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden sind dann arbeiten wir sehr viel mit Netzwerken die wir aufgebaut haben aber auch mit klassischen Stellenausschreibungen wie zum Beispiel über die Agentur für Arbeit oder an die bekannten Stellen Portale im Internet.

00:03:58: Wichtig ist dabei, dass man eben auch gezielt Menschen mit Behinderungen anspricht und keine Sondergeschichten macht sondern einfach da die Inklusion auch dort lebt und sagt wir schreiben aus und machen aber die Stellenanzeige so entsprechend auch attraktiv für Menschen mit Behinderung wie zum Beispiel durch einen ganz kleinen Satz eigentlich das wenn Fragen vielleicht von den Menschen mit Behinderung kommen, dass man sich sehr vertrauensvoll an die Betriebssozialarbeit wenden kann aber auch an die HR-Abteilungen.

00:04:29: Dass man da auch schon vorab in den Austausch geht und nicht diesen starren Bewerbungsprozess überhaupt erst starten muss sondern das man schon davor den Kontakt aufnehmen kann.

00:04:38: Das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit da so ein bisschen offener zu sein für Menschen mit einer Behinderer.

00:04:45: was uns auch immer enorm wichtig ist es ist Onboarding Mit und ohne Behinderung.

00:04:52: Und es läuft bei uns so ab, dass wir eben einen Onboarding-Tag haben wo die Menschen, die in diesem Monat neu starten bei uns als neue Mitarbeiter, neuer Mitarbeiterin gemeinsam den Tag verbringen.

00:05:04: Und da ist es egal ob das ein Head-off ist oder eine Verwaltungskraft ist oder einen Mitarbeiter in der Produktion.

00:05:11: Die werden bei uns alle gemeinsam ongebordet und da sind schon die ersten Berührungspunkte.

00:05:17: Also wenn ein Mensch mit einer Behinderung neu anfängt, einer ohne, egal welcher Bereich, die werden den ersten Tag immer gemeinsam... verbringen.

00:05:24: Und da baut man auch vielleicht schon die ersten Berührungsängste ab.

00:05:30: Sag mal, die Führungskräfte, die führen ja einen Bereich und in einem Bereich arbeiten ja Menschen mit Behinderungen ohne Behinderung, tut ihr die speziell vorbereiten?

00:05:42: Oder das ist eine Herausforderung der muss doch mit den Menschen völlig unterschiedlich umgehen oder?

00:05:48: Ja aber da spielt die Behinderung eigentlich keine Rolle weil jeder Mensch hat eben die Individualität die er mitbringt Und das spielt keine Rolle, ob derjenige eine Behinderung hat oder nicht.

00:05:58: Was wir auf jeden Fall machen ist bei uns dass wir mit Coachings arbeiten.

00:06:02: Wir haben zwei interne Coaches im Unternehmen die entsprechend unsere Führungskräfte begleiten was bei den Führungskräften auch noch hinzukommt.

00:06:11: Die bekommen eine gewisse umfang von der schulungen wo man so ein bisschen die behindlungsformen erklärt und schaut, okay was ist vielleicht bei dem einen zu beachten?

00:06:23: Was bei der anderen Behinderungsform.

00:06:25: Aber jetzt speziell auf einen Mitarbeiter zu sagen, okay schau mal du bist neue Führungskraft.

00:06:30: wir haben hier den Herrn Müller und Herr Müller hat das und dass und das Problem machen wir nicht.

00:06:34: Das wollen wir auch gar nicht machen weil es geht eher darum zu sehen, was hat er für Bedürfnisse?

00:06:40: Und dann kann die Führungskraft eher auf die Bedürfenisse eingehen als auf die Defizite.

00:06:45: Das ist eher der Ansatz, den wir verfolgen zu sagen.

00:06:49: Wir schauen nur auf das was eine Person braucht um das entsprechend so zu gestalten dass die Arbeitskraft beziehungsweise das was die Person mitbringt voll ausgeschöpft werden kann und die Personen die bei uns arbeitet glücklich werden können ja und dann auch eben entsprechend die Aufgaben erfüllen kann.

00:07:09: Du bist der Inklusionsbeauftragter auch Berater und Coach.

00:07:16: Erzähl doch mal so ein bisschen wie kannst du dazu und wie sieht bei dir so einen Tag, so eine Woche aus mit was beschäftigst du dich für was bist du verantworten?

00:07:27: Also das kam tatsächlich daher dass ich schon vor der AFB in einem Unternehmen tätig war.

00:07:33: Dort war ich als Führungskraft in einem Unternehmendes Menschen Behinderung oder Kinder mit Behinderungen in der Schule begleitet hat.

00:07:42: Dort habe ich ein Team geführt und hab dann eben gewechselt zur AFB, dort bin ich als Betriebssozialarbeiter eingestiegen, bin ich immer noch und habe jetzt Anfang des Jahres das Amt des Inklusionsbeauftragten übernommen.

00:07:55: Meine Vorgängerin ist im Niveau verdient die Rente und ich durfte jetzt diesen Amt übernehmen.

00:08:00: Deine Frage wie sieht mein Tag aus?

00:08:02: Das kann ich eigentlich kaum beantworten weil er sieht jeden Tag anders aus.

00:08:08: Beratungsgespräch eines Kollegen, der im Sea-Level zum Beispiel tätig ist bis hin zu einem Krisengespräch.

00:08:16: Weil eine Mitarbeiterin den Zugang zu ihrer E-Mail Adresse oder zum Log in verloren hat.

00:08:22: dann aber auch die Beratung der Geschäftsführungen in verschiedensten Themen.

00:08:26: Dann wieder zum Beispiel ein Teambuilding, ein Coaching einer Führungskraft unterschiedliche Öffentlichkeitsaufgaben wo man sagt okay da sind wir auf einer Messe oder sind wir Also von bis und ich würde sagen, das sind alle sehr viel gesprächsintensive Dinge die ich tue.

00:08:44: Es sind häufig Dinge, die man vielleicht nicht unbedingt an KPIs messen kann.

00:08:49: Das sind viele wie gesagt viele Gespräche zwischen menschliche Gespräche wo man jemandem weiterhelfen kann, wo man vielleicht einen irgendwie ein Tipp geben kann oder eben entsprechend auch Coachings, die die Führungskräfte auf ihren Arbeitsalltag vorbereiten haben.

00:09:05: Wie viele Inglusssohnensbeauftragte gibt es im Unternehmen?

00:09:07: Einen, das bin ich.

00:09:09: Okay und wie viel Mitarbeiter habt ihr?

00:09:11: Wir

00:09:11: haben in Deutschland bei, sind wir glaube ich bei rund vierhundertvierzig, vierhundertsechzig Jahre.

00:09:16: Und insgesamt?

00:09:17: Insgesamt der Gruppenwald sind wir bei siebenhundert.

00:09:20: Okay okay und die Hälfte davon mit Behinderung?

00:09:23: Genau knapp, die Hölfe davon ist mit einer Einschränkung her.

00:09:27: Ist das oft eine Herausforderung?

00:09:29: Ihr müsst ja wirtschaftlich arbeiten Ja, er bekommt ja das nicht irgendwo bezahlt.

00:09:36: Genau wir haben keinen Träger im

00:09:38: Hintergrund.

00:09:39: Ist das nicht eine große Herausforderung?

00:09:43: Weil ihr habt ja genau die gleichen Themen und Probleme

00:09:48: wie

00:09:48: alle anderen Unternehmen auch, die in der Branche arbeiten oder überhaupt am Markt ansässig sind.

00:09:54: Die Herausforderungen haben wir auch.

00:09:57: Die Frage ist Wie geht man daran?

00:09:58: Es sieht man eben die Menschen mit Behinderung als Hürde wirtschaftlich zu erfolgreich oder eben als Chance.

00:10:06: Und wir sehen es als Chance, erfolgreich zu sein weil wir den Unterschied nicht machen.

00:10:11: Bei uns muss jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin seine persönlichen hundert Prozent leisten.

00:10:18: Das heißt also wenn wir merken... Der eine Kollege kann seine hundert Prozent sind vielleicht höher, der andere hat vielleicht niedrigere Hundert Prozent.

00:10:28: Das ist aber wichtig dass sie immer annähernd an sich die eigenen hundert prozent hingehen.

00:10:33: und das ist dann auch der Erfolg weil wir sagen okay wir schauen nicht nach diesem Standard Mitarbeiter und der Standard Mitarbeiter hat diese und diese Dinge zu erfüllen sondern wir betrachten jeden Mitarbeiter individuell und schauen was kann dieser Mitarbeiter leisten.

00:10:47: Und dann haben wir aber eben genau auch den Output, dass wir uns am Markt platzieren können.

00:10:51: Dass wir dort erfolgreich sein können und dass wir eben auch ein erfolgreiches, wirtschaftliches Unternehmen sind.

00:10:57: Wie ist denn so deine persönliche Erfahrung?

00:11:03: Was die Arbeitsleistung betrifft... Also wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, ist es so, dass sie nebeneinander arbeiten.

00:11:11: also da gibt natürlich ein bisschen abgestimmt z.B.

00:11:15: im Rollstuhl sitzt es noch ein bisschen mehr Platz oder die Tische, aber von dem wird das Gleiche verlangt wie den nebendran der nicht behindert ist?

00:11:27: Genau wenn das möglich ist dann ja, aber wie gesagt jeder hat seine eigenen hundert Prozent.

00:11:33: man versucht definiert auf die Person auf dessen Möglichkeiten und Fähigkeiten Wenn möglich, ja und ich sage jetzt mal in gewissen Weisen oder in gewisse Arbeitsplätzen ist zum Beispiel ein Rollstuhl gar kein großes Hindernis.

00:11:49: Ja wenn ich in einem Kundenservice arbeite

00:11:51: z.B.,

00:11:53: da macht es keinen Unterschied.

00:11:54: also der Mensch ist cognitive fit kann seine Hände ganz frei benutzen dann kann er sehr gut an einem Computer arbeiten.

00:12:02: Da spielt es in dem Fall keine Rolle ob derjenige im Schreibt das Stuhl sitzt oder in einem Rollstuhl.

00:12:07: Das ist eigentlich kein Unterschied, wo wir schon immer wieder Leistungsunterschiede merken, wenn wir Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung zum Beispiel einstellen.

00:12:20: aber da ist es so dass wir dann eben den Support zur Verfügung stellen.

00:12:23: Da gibt's einen Kollegen die unterstützt und dann kriegt derjenige auch seine eigenen hundert Prozent geleistet.

00:12:31: Und das ist dann eben auch eine Arbeitskraft, die für uns wichtig ist und bei uns wird nicht aussortiert okay der kann mehr leisten als der andere.

00:12:39: deswegen ist er eine wichtiger als der Andere sondern wir sehen das gesamte Team.

00:12:45: Wie macht ihr es mit der Bezahlung?

00:12:47: Die muss ja dann auch irgendwo der Leistungen entsprechen bei den jeweiligen Hundertprozenten unterschiedlich sind.

00:12:55: Ja genau, aber das ist wichtig dass du es ansprichst wir sind eben ein sozialversicherungspflicht oder haben sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.

00:13:07: ja das heißt also wir sind nicht vergleichbar mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und je nach dem was wie viel Leistungen derjenigen anbringen kann oder vielleicht hat auch ganz gut verhandelt dann gibt's eben den monatlichen Lohn verdient bzw.

00:13:23: ausgehandelt hat oder ihm angeboten wurde.

00:13:28: Was für Stellen macht ihr?

00:13:29: Ich habe zum Beispiel auf der Website gesehen Kaufleute, Lager auch Ausbildungsberufe IT-Berufe.

00:13:39: kann man das ebenfalls vergleichen mit jedem anderen IT Unternehmen dass in der Dienstleistungsbranche tätiges

00:13:48: Also wir sind schon ein Produktionsbetrieb, speziell in der Verarbeitung der einzelnen Geräte.

00:13:54: Das heißt also wir haben einen klassischen wahren Eingang.

00:13:57: Wir haben dann eben die Datenlöschungen.

00:13:58: das läuft softwaretechnisch.

00:14:00: Da haben die Kollegen eine Software zur Unterstützung damit es überschrieben wird Und im Refurbishment ist es tatsächlich so, dass wir eigentlich nur hardwaretechnisch arbeiten.

00:14:10: Wir haben keine Programmierer und keine Menschen die eine Software weiterentwickeln um dann auf die Notebox zu spielen sondern der Prozess ist die Datenlöschung Die Überarbeitung, also das ist wie Föhrgeschmunt.

00:14:25: Dort werden zum Beispiel Dinge getauscht.

00:14:27: Also einzelne Bauteile werden getausht.

00:14:29: Da wird irgendwie mal der Speicher erweitert.

00:14:32: Wird aber auch komplett einmal softwaretechnisch durchgeprüft ob alles funktioniert.

00:14:36: da gibt es wirklich den Tastatur-Test wo man jede einzelne Taste drückt zu schauen gibt's irgendwo eine die hakt oder nicht funktioniert.

00:14:44: und dann nochmal gibt es eben das Deployment wo das Betriebssystem drauf gespielt wird.

00:14:49: Und dass ist praktisch jetzt immer ganz im schnellen Durchlauf der Prozess, der bei uns durchläuft.

00:14:55: und das sind Stellen da haben wir auch IT-Techniker drauf sitzen.

00:14:59: Da arbeiten IT Techniker aber wir haben auch die Möglichkeit für Quereinsteiger.

00:15:04: Das sind Tätigkeiten, die man mit ein bisschen Interesse, mit ein Bisschen Fähigkeiten gut lernen kann.

00:15:15: Wenn man sich mal anschaut, am Arbeitsmarkt gibt es ja diese Bewertungsportale wo Mitarbeiter und Unternehmen bewerten können.

00:15:27: Ist das ein Instrument, dass auch eure Leute nutzen um nach außen zu sagen gefällt mir gut toll für was das Unternehmen steht.

00:15:36: oder auf der anderen Seite die manchmal sagen naja es ist auch manchmal schwierig so wie eben in allen Unternehmen auch.

00:15:43: Ich spiele das für euch eine große Rolle weil ihr seid ja was der Bewerbermarkt betrifft müsst ihr genauso schauen, dass ihr Leute bekommt oder?

00:15:50: Demnach werden die Leute von Außen genauso vorgehen.

00:15:53: zum Beispiel nehmen wir mal Konunu, der Bewerber schauen auf Konuno.

00:15:58: Ist das auch für euch relevant?

00:16:00: Ja, auf jeden Fall.

00:16:00: also wir haben auch Bewertungen entsprechend auf Konunu.

00:16:04: Das geht in beide Richtungen sehr positiv vielleicht auch eher etwas negativer.

00:16:08: ja das ist für uns natürlich auch wichtig.

00:16:12: allerdings es zu sagen, bei uns ist es immer wichtig das Unternehmen vor Ort mal kennenzulernen.

00:16:17: Also ich glaube man kann sich nicht auf eine Konono-Bewertung verlassen.

00:16:21: wenn einer vielleicht jetzt gerade nicht ganz so glücklich das Unternehmen verlassen hat wird wahrscheinlich auch die Konono Bewertungen nicht ganz positiv sein.

00:16:29: Deswegen ist es uns immer ganz wichtig, dass wir sagen wenn wir im Bewerbungsprozess so weit an der Stelle schon sind.

00:16:35: Dass wir sagen ja können wir uns gut vorstellen und der Bewerber auch das wir bei uns eben Praktikumstage anbieten damit man das Unternehmen kennenlernt.

00:16:42: Damit ein gutes Bauchgefühl

00:16:43: bekommt.

00:16:43: Genau, damit einfach so die Match stimmt und nicht zu sagen okay naja auf Konunustand vielleicht das und deswegen will ich gar nicht dahin.

00:16:52: Und wichtig ist auch zu sagen, wir sind ein ganz normales Unternehmen wie ein anderes auch.

00:16:56: Klar haben wir diesen Inklusionsfaktor noch dabei aber bei uns arbeiten Menschen und die sind vielleicht auch mal nicht ganz so glücklich bei uns, aber das ist auch völlig in Ordnung weil es einfach ein ganz normales Unternehmen ist wie die Konkurrenz oder wie andere Unternehmen hier im Kreis auch.

00:17:14: und da gibt's Mitarbeiter, die sind glücklicher und da sind gibt's Mitarbeitern, die sie nicht so glückliche.

00:17:18: Wird es zu sagen wirklich Hand aufs Herz wenn du Bei gleicher Qualifikation für die gleiche Stelle ist eine Stelle ausgeschrieben und du hast beide Pringsgleichen mit.

00:17:29: Der eine hat ne Behinderung, der andere nicht?

00:17:32: Hand aufs Herz würde man eher den mit Behinderungen bei euch einstellen oder werde man denn ja?

00:17:37: Ich glaube ja!

00:17:38: Ja, weil das unser einfach unsere DNA ist.

00:17:41: Weil wir Menschen mit einer Einschränkung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unterbringen wollen.

00:17:46: Das ist auch so unser Ziel dass wir so viele wie möglich eben anstellen können oder dass die eine Anstellung finden.

00:17:53: andere Arbeitgeber sind da noch ein bisschen zurückhaltender.

00:17:56: deswegen ist auch die Schwierigkeit für den Menschen mit Behinderung eine Arbeitsstelle auf einem ersten Arbeitsmarkt zu finden deutlich erhöht als jemanden ohne Einschrankungen.

00:18:05: Viele Arbeitgebe haben dann noch so Hemmungen weiß ich irgendwie sagen, naja mit einem Menschen mit Behinderung gibt es ein paar Zusatzdinge wie zum Beispiel fünf Tage mehr Urlaub und Kündigungsschutz und sowas.

00:18:17: Da wollen sie sich die Finger nicht verbrennen was aber für uns eigentlich gar kein Thema mehr ist weil wir da auch ich sag mal die Erfahrung gemacht haben dass das kein Problem ist.

00:18:28: ja also Menschen mit einer Behinderungen anzustellen stellt für uns als Unternehmen kein Problem dar.

00:18:34: Ich hatte gesehen, ihr arbeitet ja mit sehr großen bedeuten Unternehmen zusammen wie Siemens oder die Sparkhasse und ich habe auch gesehen Telekom.

00:18:44: Wie kommt ihr an neue Unternehmen?

00:18:46: Weil ihr braucht ja auch Kunden.

00:18:48: Wie macht ihr das?

00:18:49: habt ihr eine Vertriebsmannschaft?

00:18:51: Genau wir haben die Abteilung heißt bei uns Partner Management.

00:18:54: Die sind unterwegs beziehungsweise auch betreuen die bestehenden Partner entsprechend auf der Suche nach neuen Kooperationspartnern, die uns die Geräte geben, die wir verarbeiten können.

00:19:07: Das ist immer... also ich sage mal jedes größere Unternehmen sortiert irgendwannmal die IT-Hardware aus weil sie Neue möchten und da sind wir dann eben an der Stelle und sagen okay Wir sind diejenigen, wir sind der Dienstleister, der euch das Gesamtpaket bieten kann damit ihr sorgenfrei eure Notebooks abgeben könnt.

00:19:24: Wir machen die zertifizierte Datenlöschung, wir machen die Aufarbeitung das in einem Inklusionsunternehmen und ihr braucht euch keine Sorgen

00:19:31: machen.

00:19:32: Zu marktgerechten Preisen, marktvergleichbaren Preisen?

00:19:38: Ja, ich sag jetzt mal wenn man das in den Schredder wirft und einfach zerstört... Das ist natürlich ein anderer Preis ja aber wenn man es wieder vermarktet und aufarbeitet.

00:19:51: Du hast gerade angesprochen andere Unternehmen, Kundengewinnung.

00:19:54: so Wenn ihr Zehmann sagt dieses Thema Menschen mit Behinderung einzustellen.

00:20:02: Warum sollte ich das tun?

00:20:04: Was sind denn so die Vorteile, wenn du jemanden ganz im persönlichen Gespräch so die Vorteile erläuterst, wenn ihr so offen fragt warum soll ich das machen?

00:20:13: viele denken ja Thema Kündigungsschutz ist da zum Beispiel sowas.

00:20:17: und aber was sind die echten Vorteile dass man es machen sollte?

00:20:21: naja wir haben dort eine Arbeitskraft die eine Qualifikation mitbringt, die eben auch die Möglichkeit mitbringend eine Stelle zu besetzen.

00:20:30: Die man vielleicht auch lange Zeit nicht besetzt hat und es ist also ich sage das jetzt ganz plakativ Es ist kein Unterschied.

00:20:39: Also für uns für mich persönlich ist es keinen Unterschied ob jemand eine Behinderung mit bringt oder nicht.

00:20:44: Ja weil wenn ich den Menschen ideell betrachte dann kann ich auch jemanden der auf dem Papier keine Behinderungen hat.

00:20:51: hat er seine Bedürfnisse?

00:20:52: Ja, dann braucht er vielleicht ein ruhigeres Büro oder dann brauche er vielleicht einen Großraumbüro.

00:20:56: Wie auch immer ja da hat jeder so seine eigene Bedürfnisse.

00:20:58: und wenn ich genau diese Einstellung auf dem Mensch mit einer Behinderung genauso kopiere, dann sage ich okay der hat halt.

00:21:04: das Bedürfen ist dass er bei der Arbeit einen Gehörschutz tragen muss weil er mit dem Lärm nicht so gut zurecht kommt.

00:21:10: aber das spielt ja am Ende keine Rolle wenn er seine Aufgaben so machen kann wie er sie macht.

00:21:15: zu unserer Zufriedenheit kann man das machen die um nochmal auf deine Frage zurückzukommen, warum würde ich es persönlich machen?

00:21:24: Ist doch schön wenn jemand der langzeitarbeitslos eventuell war oder auch einfach Schwierigkeiten hat eine Arbeitsstelle zu finden.

00:21:34: Eine Arbeit findet ja.

00:21:35: Arbeit ist ein Teil davon dazuzugehören sein eigenes Geld zu verdienen entsprechend das Leben zu finanzieren.

00:21:41: von daher ist doch super wenn jemand mit einer Behinderung der vielleicht bisher immer ausgegrenzt wurde jetzt eine selbst das Geld verdient, was er dann auch am Ende sein Leben mit finanzieren kann.

00:21:54: Ja auf jeden Fall.

00:21:56: Würdest du sagen so dass Team untereinander die Menschen untereinander gibt es bei euch mehr Spannungen?

00:22:04: oder kannst du wirklich sagen oder nehmen nehmen die einen mehr Rücksicht auf die anderen?

00:22:09: Oder ist es vielleicht gar umgekehrt?

00:22:12: Man muss sich ja da so rein denken man müsste tatsächlich mal so anschauen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

00:22:19: Weil es ist ja doch wirklich so dass man also ich glaube da ist auch keiner frei von hat wirklich gesagt naja guter Ist jetzt jemand mit einem Rollstuhl und dann mache ich halt einen Blatz, dann nehme ich lieber die Treppe.

00:22:35: Obwohl im Fahrstuhlen noch Platz wäre irgendwie... Gewöhnt sich da die Menschen des Team einfach dran?

00:22:41: Und dann ist das auch ganz normal?

00:22:43: Also ich würde gerne den Marcel Friederich zitieren.

00:22:47: Der hat.

00:22:48: vor längerer Zeit hatte der ein LinkedIn-Post wo es darum ging.

00:22:52: Ich lebe mit der Behinderung und ich leide nicht unter der Behinderung.

00:22:55: Und viele Menschen, die keine Behinderungen haben oder sehr wenig Berührungspunkte mit Menschen mit Bindung haben, die denken, die Menschen leiden darunter.

00:23:04: Nein sie leiden nicht unbedingt darunter sondern sie leben damit.

00:23:06: und das fand ich einen ganz schönen Satz von ihm.

00:23:09: und ich glaube wenn wir das mit reinkriegen für dieses normal ja?

00:23:12: Für die Menschen ist es normal im Rollstuhl zu sitzen.

00:23:15: eher für uns ist es ungewohnt Ja und da den den Switch im Gedanken zu kriegen zu sagen okay hey für denen ist es Normal dass er im Rollschul sitzt.

00:23:24: Da muss ich auch keine große Rücksicht nehmen.

00:23:26: Also wenn er mir mit dem Rad über den Fuß fährt, ist es genauso wie wenn jemand der zu Fuß ist mich anrempelt.

00:23:32: Und dieses Lockere lernen wir Menschen ohne Behinderung häufig über die Menschen mit Behinderungen.

00:23:43: Die gehen sehr recht offen damit um und wissen wie's ist.

00:23:47: Sie wissen dass diese Einschränkung da ist und dann ist das so.

00:23:52: ist in Ordnung.

00:23:53: Und ich glaube, dass weil man zu wenig Berührungen vielleicht hat jetzt auch was wie die Geschichte ist das viele Menschen eben mit Behinderung eigentlich nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt gern gesehen waren so muss man sagen waren und jetzt erst so die Berührungspunkte kommen und wenn man den Ansatz hat ja sozusagen okay der die Behinderungs keine Einschränkung tatsächlich sondern es einfach ein Teil des Lebens von diesem Menschen und dann ist das völlig in Ordnung.

00:24:25: Ihr beschäftigt ja rund fünfzig Prozent Menschen mit Behinderung, ich habe jetzt nicht nachgeschaut.

00:24:33: aber sag mir mal der Arbeitsmarkt insgesamt wie viel Wie ist der Anteil der Behinderten?

00:24:39: Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer?

00:24:41: Oh, das kann ich dir so tatsächlich auswendig gar nicht sagen.

00:24:45: Was aktuell noch ein größeres Problem ist oder was die Sachlage hergibt, dass viele Menschen mit Behinderung schnell in eine Werkstatt für Menschen mit Behindernungen... Ich nenne es jetzt mal abgeschoben werden, dass sie dort wie aufgeräumt sind.

00:24:59: Wir versuchen auch immer wieder... Aus

00:25:01: dem Blick?

00:25:02: Genau!

00:25:03: Dann arbeiten die dort in ihrer Bubble, was wir als Unternehmen immer wieder versuchen und das gelingt uns das eine oder andere Mal sehr erfolgreich, dass wir Menschen dort aus dieser Werkstatt rausholen können und bei uns anstellen.

00:25:16: In der Werkzeit haben sie kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis – bei uns schon!

00:25:22: Dort sind Sie eben über über verschiedenste Dinge abgesichert, bekommt dort auch nur ein Taschengeld und machen auch häufig Tätigkeiten die ihnen ihrer Fähigkeiten nicht entsprechen.

00:25:34: Und das ist glaube ich so wo man sagt okay nee so ein Inklusionsunternehmen hat schon seine Berechtigung und auch einen sehr positiven Input damit eben die Menschen die was leisten können auch es leisten dürfen.

00:25:47: und sie wollen das auch immer ja sehr viele Menschen und wollen einfach Teil der Arbeitswelt sein.

00:25:56: Jetzt will ich das machen als Unternehmen und sagt, es ist ja super weil ich suche sowieso IT-Kräfte, Callsender was auch immer.

00:26:04: KI spielt eine große Rolle denn da brauche ich vielleicht auch Leute die im Hintergrund sich darum kümmern die Maschine zu füttern damit sie dazu.

00:26:11: dann gibt's ja ganz viel.

00:26:13: Jetzt sag ich aber, jetzt gibt's ja da diesen Behördengraben.

00:26:19: Wie packe ich so was an?

00:26:20: Kann ich da irgendjemanden anrufen der mich da unterstützt oder

00:26:23: wie ist das?

00:26:23: Also es gibt die Integrationsfachdienste.

00:26:27: Die sind unterschiedlich in Deutschland ein bisschen aufgestellt.

00:26:31: Es gibt Ansprechstellen für Arbeitgeber wo man sagt okay dann kann man einfach mal hingehen und sagen hey ich habe da Lust dazu Ich möchte das mal ausprobieren sich einfach mal beraten zu lassen.

00:26:42: die Integrationsfachdienste sind, praktisch zu holen.

00:26:45: Ich nenne es jetzt mal ein Mittler zwischen dem Mitarbeitenden und dem Unternehmen.

00:26:49: bei uns ist auch häufig so dass wir zu dritt zusammensitzen als drei Parteien und sprechen einfach wie funktioniert's?

00:26:54: Wie funktioniert gerade nicht?

00:26:56: was muss der eine vielleicht ändern?

00:26:57: Was muss der andere vielleicht ändern?

00:26:59: das ist immer schon einmal ein erster Schritt zu sagen okay ich beschäftige mich mal damit was heißt es einen Menschen mit Behinderung anzustellen und dann merkt man auch ganz schnell Schwierig ist es gar nicht.

00:27:08: Ja, da gehen ganz schnell die Hürden runter und man kann's ausprobieren.

00:27:13: Die Ansprechstellen sind auch nochmal ähnlich wie der IFD eine Beratungsstelle wo man sich einfach Informationen holen kann.

00:27:21: Wie sieht das alles gesetzlich aus?

00:27:22: Wie ist es mit diesen fünf Urlaubstagen?

00:27:24: Wieses mit diesem Kündigungsschutz?

00:27:26: Und da einfach mal hingehen Einfach mal sagen okay ich lass mich da mal beraten Und habe zum Beispiel eine Stelle, wo ich mir gut vorstellen könnte.

00:27:34: Da könnt ein Mensch mit einer Behinderung arbeiten und da einfach mal anrufen, Termin ausmachen und sich beraten

00:27:41: lassen.".

00:27:41: Okay also bekommt man Unterstützung?

00:27:43: Auf

00:27:43: jeden Fall ja!

00:27:46: Eine Frage noch Auszubildende.

00:27:49: Ihr sucht ja viele gerade auch in Etlin.

00:27:52: ist es dann... Also geht das mit beiden?

00:27:55: Also können auch Menschen mit Behinderungen die Ausbildung die ohne, das heißt gleiche Berufsschule alles gleich?

00:28:02: Ja genau.

00:28:03: Also die besuchen die gleiche Berufschule je nachdem natürlich welcher Ausbildungsstrang das ist.

00:28:09: aber letztendlich spielt es auch keine Rolle die besuchten die gleichen Berufsschuhe.

00:28:13: wichtig sind natürlich auf welcher Schulabschluss dahinter steckt und welche in welche Richtung die Ausbildung geht.

00:28:17: ja aber ansonsten spielt es also keine Rolle.

00:28:19: wir haben im Haus sage ich mal erstmal die Barrierefreiheit wo man sagt jeder kann überall hin ob das jetzt eine Gehbeeinträchtigung ist oder im Rollstuhl sitzt, jemand haben wir die Barrierefreiheit und eben auch die Zugänge.

00:28:33: Und sollte es mal irgendwie dazu kommen, dass ein Auszubildender irgendeine Unterstützung braucht weil er irgendwie ein technisches Mittel bräuchte oder sowas.

00:28:40: Eine andere Tastatur, ein spezielles Arbeitsumfeld einen besonderen Monitor dann wird es ihm zur Verfügung gestellt.

00:28:48: Ihr wart dieser Tag in Frankfurt?

00:28:50: Ja, ich ja.

00:28:53: Erzählt euch mal Was war da los, wie seid ihr hingekommen?

00:28:58: Da hat der Corporates Diversity Summit stattgefunden vom FAZ-Institut.

00:29:03: Wir waren dort Partner und Sponsor um das eben unterstützt.

00:29:07: ich war auch Teil eines Panels mit Henkel und Hey Parents zusammen.

00:29:13: ganz toll moderiert von der Lena.

00:29:15: ja wir haben über Belonging gesprochen.

00:29:17: Das heißt also, wie kriege ich das hin?

00:29:19: Dass ein Mitarbeiter im Unternehmen sich zugehörig fühlt und war super spannend.

00:29:24: Wir haben ganz viele Kooperationspartner wieder getroffen.

00:29:29: Henkel zum Beispiel ist auch Partner bei uns.

00:29:31: die geben bei uns den IT Hardware ab.

00:29:33: Ich konnte ganz viele neue Kontakte knüpfen.

00:29:35: es waren ganz viele Menschen oder Mitarbeitende aus anderen Unternehmen vor Ort, die eben für die Inklusion und für die Diversity stehen.

00:29:44: Die in ihren Unternehmen dafür kämpfen das noch weiter voran zu bringen unabhängig ob sie jetzt ein Inklusionsunternehmen sind oder nicht.

00:29:53: Es waren Start-ups da.

00:29:55: ja ganz toll war super schön die anderthalb Tage in Frankfurt zu verbringen.

00:30:00: War dir der nicht auch für was nominiert?

00:30:02: Ich habe da irgendeines

00:30:03: Mal

00:30:04: gewesen gehabt.

00:30:04: Ja genau wir waren für einen Preis nominieren in der Kategorie Inklusion.

00:30:10: Da hatten wir ein letztes Jahr, hatten wir eine Schulungsreihe bzw.

00:30:15: eine Vortragsreihe organisiert, mein Kollege Noah Hilbrecht und ich wo wir zur mentalen Gesundheit Vorträge gehalten haben und im Anschluss dann einen Workshop.

00:30:24: genau das war das Projekt was wir eingereicht hatten.

00:30:30: Was glaubst du?

00:30:31: wie entwickelt sich das die nächsten fünf bis zehn Jahre?

00:30:35: Die Thematik hatte ja Eingangs gesagt Das für viele Unternehmen ist es ja immer noch ungewohnt, nicht neu aber ungewohnt.

00:30:44: Wenn ich Menschen mit Behinderung beschäftige, brauche ich eigentlich Inklusionsbeauftragten?

00:30:53: Wie wird sich das Ganze entwickeln?

00:30:56: Die nächsten fünf bis zehn Jahre wird stärker werden?

00:30:58: Wird da mehr passieren?

00:30:59: Ich hoffe, dass es stärker wird.

00:31:01: Aufgrund

00:31:01: der Fachkräftemangel

00:31:03: etc.?

00:31:03: Das ist durchaus ein Weg dem Fachkräftigmangel zu begegnen.

00:31:08: Ob das der einzige Weg ist, das glaube ich nicht aber sicherlich einen kleinen Teil kann das dazu beitragen.

00:31:14: Ja die politische Situation denke ich spielt auch nochmal eine Rolle was es dafür für Entwicklungen gibt.

00:31:20: Aber ich würde gerne den Unternehmen einfach Mut machen das zu machen einfach mal Menschen mit einer Behinderung einzustellen und festzustellen, es ist nicht das Problem was vielleicht häufig irgendwie so im Umlauf ist.

00:31:32: Die Entwicklung denke ich schon dass wir hoffentlich mehr in die Richtung gehen, dass mehr Menschen mit der Behinderungen, mit einer Einschränkung auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Platz finden.

00:31:44: Sven, wenn du uns ein Edling?

00:31:47: Ja.

00:31:48: Edling Marktplatz steht ein ganz großes Plakat.

00:31:52: Auf dieses Plakat darfst du etwas draufschreiben Damit die Menschen, die da jeden Tag vorbeigehen, diese Botschaft lesen.

00:31:59: Was würdest du draufschreiben?

00:32:00: Inklusion tut nicht weh!

00:32:08: Ja, sehr schöne Aussage und tolle Botschaft.

00:32:11: Glaubst Du wenn wir jetzt draußen zehn Leute fragen würden wie stehen sie zum Thema Inklusion?

00:32:19: Wüssten die Menschen genau was das ist?

00:32:22: Ich vermute nicht.

00:32:25: Kannst du das für unsere Hörerinnen und Hörern zuschauen, so mit eins mal setzen?

00:32:30: Mal grundsätzlich erklären oder...

00:32:33: Ja ich versuch's mal ja also es wird sicherlich keine wissenschaftliche Erklärung sein aber ich versuche es mal.

00:32:39: für mich bedeutet Inklusion dazu zu gehören egal welche Herkunft, egal welche Einschränkung, egal welche Einstellung.

00:32:48: jetzt endlich ist es ein Wir Und wir machen keinen Unterschied mehr.

00:32:52: Für mich ist auch immer Inklusion gelungen, wenn wir nicht mehr darüber sprechen müssen.

00:32:58: Weil so versuche ich, Randgruppen irgendwie zu inkludieren.

00:33:03: Eben wenn wir nicht mehr darüber sprechen dann haben wir es geschafft.

00:33:04: Dann ist

00:33:05: das normal?

00:33:06: Genau und da sollten wir eigentlich hinkommen dass wir sagen okay wir müssen nicht über Menschen mit Behinderungen sprechen weil sie einfach Teilegesellschaft sind weil sie überall dazugehören können.

00:33:14: ja Das sind wir noch weiter von entfernt.

00:33:17: aber das wäre ein schöner Wunsch dass wir irgendwann mal hinkomen dass wir einfach nicht mehr drüber sprechen müssen.

00:33:23: Würdest du deinen Weg nochmal genauso gehen wie du hingegangen bist bis hin zum heutigen Job.

00:33:30: Ja,

00:33:31: man merkt es dir an.

00:33:32: Ich glaube

00:33:32: ja!

00:33:34: Sehr engagiert.

00:33:36: Es wäre schön, dass du heute hier warst.

00:33:37: Vielen Dank.

00:33:38: Ganz wichtiges Thema und wünsche euch weiter viel Erfolg und hoffe das das Thema noch in der Wahrnehmung für die Menschen draußen wichtiger ist auch für die Kunden, die euch besuchen

00:33:53: usw.,

00:33:56: viel transparenter wird und sich weiter auswartet.

00:34:00: Sven, schön dass du heute hier warst.

00:34:02: Danke auch an euch das ihr heute wieder mit dabei wart.

00:34:06: zur heutigen Folge HR Talk bei Volker Mischels wenn ihr mehr über Sven und seine Arbeit erfahren wollt verlinkt euch einfach mit ihm auf LinkedIn vernetzt euch oder schaut auf afb-group.de.

00:34:20: Macht's gut bis zum nächsten mal und bleibt gesund

00:34:24: Bis bald.

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